Gerrit Hoss ist fest im Norden verwurzelt – und gleichzeitig immer in Bewegung. Als Sänger und Gitarrist der Band Godewind sowie als Solokünstler steht er seit Jahren für norddeutsche Musik, die Tradition und Moderne mühelos verbindet. Mit seinem neuen Album „Mit der Flut“ setzt er genau hier an und zeigt eindrucksvoll, wie zeitgemäß plattdeutsche und hochdeutsche Songs heute klingen können.
„Für mich ist das ganz normal, da ich doch jeden Tag beide Sprachen spreche“, sagt Gerrit Hoss selbst über den fließenden Wechsel zwischen Platt und Hochdeutsch, der das Album prägt. Herausgekommen ist ein abwechslungsreiches Werk, das stilistisch breit aufgestellt ist und dennoch eine klare Handschrift trägt.
Die erste Single „Wiet wech“ ist ein entspannter Reggae, der bereits im Radio läuft. Der Song erzählt von Unterschieden zwischen Menschen, die sich am Ende dennoch anziehen – ein musikalisches Plädoyer für Zusammenhalt und Vielfalt.
Ein besonderes Highlight ist die neu aufgenommene Version seines größten Erfolgs „In Hamburg verliebt“, der längst zur inoffiziellen Hymne der Hansestadt geworden ist und beim NDR bis heute regelmäßig gespielt wird.
„Juli“, „Ein letztes Mal am Meer“ und„Mit de Floot mutt ik gahn“ bringen eine maritime Atmosphäre in den Lichtwarksaal.
Seine Stärke liegt dabei in der Spontanität und im direkten Kontakt zum Publikum – mal humorvoll, mal nachdenklich, aber immer nah dran. Neben den neuen Titeln dürfen natürlich auch Klassiker aus seiner Zeit mit Godewind nicht fehlen.