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Pressemitteilung

12. April 2008
Autor und Rundfunkjournalist Gerd Spiekermann erhält den Fritz-Reuter-Preis 2008 der Carl-Toepfer-Stiftung

Den Fritz-Reuter-Preis der Carl-Toepfer-Stiftung, mit 10.000 Euro höchstdotierter niederdeutscher Kulturpreis, erhält am 12. April 2008 der in Hamburg lebende Autor und Rundfunkjournalist Gerd Spiekermann. Das hat die Jury unter Vorsitz von Dr. Ulf-Thomas Lesle (Institut für niederdeutsche Sprache Bremen) im November 2007 beschlossen.
Mit dem Preis, der alle zwei Jahre verliehen wird, werden hervorragende Leistungen auf den Gebieten des Niederdeutschen ausgezeichnet.
Gerd Spiekermann, in Ovelgönne in der Wesermarsch geboren, ist ein wahres Multitalent. Von Anfang der 1980er Jahre an hat er unzählige Geschichten und eine Reihe von Gedichten geschrieben. Gleich der erste Prosaband, „Mien halve Fro“ (1983), ließ durch seine ungewohnt-subtilen Erzählformen aufhorchen. Seit 1985 ist Gerd Spiekermann Redakteur beim Norddeutschen Rundfunk sowie Autor der NDR-Sendereihe „Hör mal ’n beten to“. Als Journalist und Moderator von Sendungen wie „Sonntakte“, „Hafenkonzert“ „Wi snackt platt“ oder „Platt für Anfänger“ hat sich Spiekermann immer wieder als engagierter Anwalt des Niederdeutschen gezeigt. Dass die Hörer dem Plattdeutschen im Format des Landesprogramms für Hamburg NDR 90,3 eine hohe Akzeptanz entgegen-bringen, ist nicht zuletzt ein Verdienst des Rundfunkjournalisten.
Seit Jahrzehnten trägt Gerd Spiekermann einem großen Publikum vielerorts boshaft-bissige Geschichten vor. Seine Popularität hat ihn zu einer „lebenden Legende“ gemacht. Spiekermanns Kleinkunst-Abende, bei denen er sich häufig von Jazz- oder Bluesbands begleiten lässt, sind bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt. Diese Veranstaltungen stellen eine Art Schaufenster dar, das skurrile Einblicke in vertraute Alltagswelten erlaubt.
Ob als Vortragskünstler unvollendeter Halbsätze, ob als Meister der literarischen Satire, ob als Rundfunkmann, Journalist, Moderator, Herausgeber, Gerd Spiekermann spielt auf vielen Klaviaturen. Bei all dem versteht er sich – wie er selbst einmal sagte – als ein „Handwerker“ der norddeutschen Sprachkultur. Seit mehr als 30 Jahren verbindet sich bei ihm profundes Wissen mit Augenmaß. Gerd Spiekermann gibt dem Niederdeutschen in der Gegenwart ein unverwechselbares Profil.

Hamburg, 22.11.2007

Carl-Toepfer-StiftungPeterstr. 28 — 20355 HamburgTel. 040 34 45 64Fax 040 35 16 69E-Mail mail@carltoepferstiftung.desitemapSitemap