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09.02.2012 - 18:30 Uhr
Lesung mit Petra Oelker: "Mit Rosina durch die Neustadt und ?ber die W?lle" [mehr]
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Das elfachsige dreigeschossige Haus wurde einst auf einem Platz erbaut, der hierfür aus mehreren kleinen Grundstücken zusammengefasst worden war. Im Gegensatz zu den barocken Giebelhäusern in der Peterstraße handelt es sich um ein Traufenhaus, d. h. der Dachfirst und die Regenrinne, die Traufe, verlaufen parallel zur Straße. Unter den in der Neustadt üblichen Fachwerkbauten stellte es mit seiner massiven Fassade eine Ausnahme dar.
Die schlichte Backsteinfront ist klar gegliedert. Sie zeigt im Erdgeschoss neben einem breiten Hauptportal noch zwei weitere Eingänge, welche zu abgeschlossenen Wohnungen in den Obergeschossen und im Mansardgeschoss führen. Durch einen mit einem schmiedeeisernen Gitter versehenen Durchgang gelangt man in den Innenhof der Anlage.
Der
Haupteingang ist durch flankierende Säulen mit ionischen Kapitellen und
einem gebrochenen Volutengiebel mit Inschriften betont: »Nur Gottes Ehr
allein/Soll meinen Entzweck sein« ist hier zu lesen.
Darunter
erinnert ein Schriftzug an Johannes Brahms: »Joh. Brahms geb. 7.5.1833
Hamburg Speckstr. 60«.
Dahinter liegt eine kleine Diele mit einem verglasten Abschlag und einer nach oben führenden hübschen Barocktreppe.
Auch die Inschriften über den anderen beiden Portalen bezeugen die Gottesfürchtigkeit des Erbauers: »In Gottes Segen ist alles gelegen« und »Der Herr hat alles wohl gemacht« ist hier vermerkt.
Weitere Informationen zum Beyling-Stift finden Sie in Publikationen von Wolfgang Rudhard und Eissenhauser.