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09.02.2012 - 18:30 Uhr
Lesung mit Petra Oelker: "Mit Rosina durch die Neustadt und ?ber die W?lle" [mehr]
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Die Peterstraße bekam ihren Namen bald nach 1620. Es waren die Hamburger Kirchen, die bei Anlage der Neustadt im 17. Jahrhundert das Recht erhielten, Straßen einen Namen zu geben. Im Kirchspiel Michaelis bezeichnete man sie nach den Patronen der Hauptkirchen der Altstadt, hier nach der Petrikirche.
In
der Neanderstraße, einst Elbstraße genannt, bot sich früher ein ganz anderes
Bild: Zwischen 1880 und 1925 gab es hier die sogenannte Judenbörse, einen beliebten Straßenmarkt, auf dem jüdische und nichtjüdische
Kleinhändler Kurzwaren und Billigartikel verkauften. Die Straße erhielt
ihren heutigen Namen erst 1948: Johann August Wilhelm Neander war ein
evangelischer Theologe und Professor für Kirchengeschichte.
Die Hütten, der die Straße "Hütten" ihren Namen verdankt, wurden in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts gebaut und waren kleine Stadtwohnungen für Soldaten, die am Festungswall errichtet wurden. Die Straße hieß zunächst "Bei den Hütten". Ein Wörterbuch beschrieb sie um 1800: "Gasse in der Hamburger Neustadt, wo ehmals nur kleine Häuser standen, und noch eine Menge Huren wohnen; daher 'dat is Een von de Hütten', daselbst so viel heißt als: das ist eine Hure."