20. Juni 2012, 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr
101. Plattdeutscher Abend - "Dat was´t, wat ick wull: de Welt een lütt bäten upmüntern!" - August Wibbelt - mit Heinrich Siefer
Ort: Lichtwarksaal, Neanderstraße 22, 20459 Hamburg
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Heinrich Siefer, Katholische Akademie Stapelfeld/Cloppenburg, liest zum 101. Plattdeutschen Abend im Lichtwarksaal aufmunternde, humorige und auch nachdenkliche Texte aus den Werken des westfälischen Pfarrers und Dichters Augustin Wibbelt in nordniedersächsischem Plattdeutsch unter dem Titel "Dat was´t, wat ick wull: de Welt een lütt bäten upmüntern!" (Augustin Wibbelt).
Der Schriftsteller und Theologe August Wibbelt
Auch wenn nur etwa ein Fünftel seines umfangreichen schriftstellerischen Werkes "up Platt" geschrieben ist, ist der westfälische Pfarrer und Dichter Augustin Wibbelt (1862 - 1947) vor allem als Mundartautor bekannt. Er begann 1891 als Redakteur der katholischen Wochenzeitschrift "Ludgerus-Blatt" damit, plattdeutsche Erzählungen zu veröffentlichen, die er später als Erzählung in Buchform abgefasst hat: die "Drüke-Möhne-Geschichten". Viele Gedichte Wibbelts haben den bäuerlichen Menschen und seine Welt zum Thema. Doch sie reflektieren trotzdem auch viel Zeittypisches und illustrieren die Konflikte einer sich industrialisierenden Gesellschaft.
Seine Romane, wie etwa der "Schulte Witte", seine zahlreichen Publikationen in Zeitschriften und seine hochdeutschen Schriften haben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein riesiges Publikum erreicht.
Wibbelt verfasste, gesammelt in sieben Märchenbänden für Kinder, die "Waldbrudergeschichten". Das bekannteste Gedicht Augustin Wibbelts ist ohne Zweifel das Kindergedicht "Dat Pöggsken" - aus dem Gedichtband "Mäten-Gaitlink" (1909).
In den sechziger Jahren gehörten plattdeutsche Gedichte von Wibbelt zur Pflichtlektüre eines jeden Volks- bzw. Grundschülers.
Die Rezeption des Wibbelt´schen Werkes konzentriert sich verständlicherweise auf Westfalen, insbesondere auf das Münsterland.
Heinrich Siefer
Heinrich Siefer, geboren 1959 in Liener/Oldenburger Münsterland, studierte in Hannover Erziehungswissenschaften und Theologie. Seit 1985 ist er mit dabei, wenn es auf NDR 1 Niedersachsen heißt "Dat kannst´ mi glöven!".
Er arbeitete als pastoraler Mitarbeiter im Bischöflich Münsterschen Offizialat Vechta und ist seit 1991 Dozent an der Katholischen Akademie Stapelfeld. Neben vielfältigen Aufgaben und diversen Ämtern im Bereich Plattdeutsch schreibt Siefer Lyrik und Prosa und überträgt Märchen aus aller Welt in die niederdeutsche Sprache.
An der Akademie leitet Siefer Werkstätten zur Auseinandersetzung mit der niederdeutschen Sprache in Geschichte und Gegegenwart, in Kirche und Welt.
Musikalische Begleitung: "Jugend musiziert" Förderverein Hamburg e. V.
Christian Stroh - Klavier
Wir bitten entsprechend Ankündigung um Ihre Anmeldung ab 2 Wochen vor der Veranstaltung an unsere E-Mail: veranstaltung@carltoepferstiftung.de .
Der Eintritt ist frei.

